Arbeiten mit Stein

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Stein ist ein in der Natur vorkommendes Material. Seine Vorzüge sind seit jeher bekannt und gefragt. Kleingärtner und Heimwerker dürften vor allem mit Granit, Schiefer und Marmor arbeiten. Seine Vorzüge im Einsatz können zugleich zu Herausforderungen in der Verarbeitung werden. Wurden Steine in der Steinzeit noch mit der Hand gehauen oder geschlagen, so können wir uns heutzutage moderner Hilfsmittel bedienen, die das Material schonen, aber dennoch schneiden.

Stein als Material

Stein ist vor allem sehr fest, hitzebeständig, feuerfest, schwer, wasserfest bis wasserdicht, optisch ansprechend, antibakteriell, Wärme speichernd und witterungsbeständig. Mancher Stein lässt sich sehr glatt polieren. Damit eignet er sich seit dem Altertum ausgezeichnet für den Bau. Zum Beispiel wurden die Pyramiden daraus gebaut, Tempel, Paläste und Burgen wurden daraus errichtet. Für Feuerstellen gab es Jahrtausende lang kein besseres Material. Die römischen Straßen wurden mit großen Steinen gepflastert, die Jahrhunderte lang den täglichen Anforderungen Stand gehalten haben. In der heutigen Zeit wird Schiefer beispielsweise für Dachziegel und Hausverkleidungen verwendet. Marmor wird unter anderem für Fensterbänke und Arbeitsplatten sowie im Sanitärbereich eingesetzt, wo die Eigenschaft, ihn sehr glatt polieren zu können, vor Bakterien und Krankheitserregern zu schützen hilft.

Stein in der Verarbeitung

Durch seine enorme Festigkeit ist Stein auch nur mit entsprechend richtig eingesetzten Kräften verarbeitbar. Er lässt sich schneiden und behauen. Bei zu hohem Krafteinsatz bricht Stein sehr schnell und kann nicht adäquat wieder zusammengefügt oder geklebt werden. Fällt beispielsweise eine Marmorplatte um, so kann schon das Eigengewicht ausreichen, um die Platte vollständig durchzubrechen. Steinmetze lernen in einer jahrelangen Ausbildung, ihre Kraft bei jedem Schlag genau richtig zu dosieren. Heutzutage wird Stein hauptsächlich maschinell geschnitten. In Baumärkten können zum Beispiel Marmorplatten auf den Millimeter genau bestellt werden. Waren die Maße nicht korrekt, so muss nachgebessert und nachgeschnitten werden. Die Trennscheibe kann hier schnell das allerwichtigste Werkzeug werden, um mit der richtigen Kraft auch schmale Stücke sauber abzuschneiden.